Fédération Internationale de Domino – Sektion Deutschland e. V.

 

 

Wie alles begann …

Mitte der 80er Jahre präsentierte Maren Jacobs (heute Maren Leyk) ihrem damaligen Partner, Frank Lindemann, eine neue und spannendere Art des Dominospiels: zähle die Summe der Enden der auf den Tisch gelegten Steine, die von den Doppelsteinen ausgehend in vier Richtungen gelegt werden können. Ist die Summe durch 5 teilbar, erhält der Spieler das Ergebnis der Teilung gutgeschrieben. Damals waren in Deutschland Doppel-Sechser und Doppel-Neuner-Dominospiele erhältlich.

 

Später wurden Doppel-Zwölfer-Spiele entdeckt. Da durch die große Anzahl von Fünfer- und Zehner-Differenzen in diesem Spiel es zu leicht wurde – und damit langweilig – Punkte zu gewinnen, entschloss man sich, die Summe auf die Teilbarkeit von 7 zu spielen. So wurde einige Jahre lang gespielt.

 

Anfang der 90er verbrachten Frank Lindemann und ein Freund, Andreas Dierks, Mathematiklehrer, ihren Urlaub bei Andreas’ Eltern Marianne und Kurt, die in einem kleinen katalanischen Dorf nahe der spanischen Grenze wohnten: La roca d’Albera. Eines schönen Tages entschlossen sie sich, die Ungerechtigkeit, dass SchachspielerInnen ihre eigene Weltrangliste besitzen und DominospielerInnen nicht, aus der Welt zu schaffen. Sie entwickelten eine mathematische Formel, nach der jede/r SpielerIn eines Spiels bewertet werden kann. Die Auswertung aller Spiele eines Spielers ergibt dessen FLAD-Zahl (später korrigierte Ulrich Bönkemeyer die Formel, wodurch sie sich zur FLADUB-Zahl weiter entwickelte) – deren Aufzählung ergibt die Weltrangliste. Der Aufenthalt in Frankreich sowie die internationale Schachsprache französisch legten es nahe, diese bedeutende Gründung für die Dominowelt in einer Fédération International de Domino zu dokumentieren.

 

Durch Franks Tätigkeit in einer internationalen Jugendorganisation, die sich für Freundschaft und Frieden in der Welt einsetzt und den Konsum abhängig machender Substanzen ablehnt, erfuhr das Domino-Spiel weitere Verbreitung unter Jugendlichen in Europa. Dieser Enthusiasmus sorgte für den Ausverkauf aller in Europa erhältlichen Doppel-Zwölfer-Spiele. Auf der Suche nach neuen Quellen fand man ein Unternehmen namens Puremco in den USA (Waco, Texas), das nicht nur Doppel-Zwölfer, sondern sogar Doppel-Fünfzehner-Spiele anbot. Es war folgerichtig, mit diesem Spiel das Vielfache von 9 zu spielen. Seit 2001 werden die Doppel-18er-Spiele verbreitet, die auf das Vielfache von 11 gespielt werden.

 

Die Weltrangliste wurde bis 1996 per Fax an die interessierten SpielerInnen versandt, seit 1997 befindet sie sich im Internet und wird monatlich aktualisiert. Durch das Internet wurde auch der Kontakt zwischen FIDO und der F.I.D. (»Federación Internacional de Dómino«) der spanisch sprechenden Welt hergestellt. Im Mai 2004 folgten Birgit Ramlow, Hans Lünendonk und Frank Lindemann einer Einladung des F.I.D.-Präsidenten Eduard Petreñas ins spanische Sitges nahe Barcelona, wo sie die Dominospielweise dieser Organisation (zwei Paare spielen gegeneinander das Doppel-Sechser) kennen lernten. Ihre Regeln unterscheiden sich von den FIDO-Regeln und ihrem wichtigsten Leitsatz, den Walter Bader, Schweizer Dominospieler, einst definierte: das Wichtigste beim Dominospiel sind das gute Gespräch, ein guter Kaffee und ausreichend Gebäck.

 

Die F.I.D. setzt sich für die Anerkennung des Dominosports durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) ein. Um diese Anstrengung auch von Deutschland aus unterstützen zu können, wurde am 22. August 2004 in Hagenow FIDO Deutschland gegründet.

 

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